Nach Zulassung der Anklage findet die Hauptverhandlung in Strafsachen vor dem Amtsgericht (Strafrichter oder Schöffengericht, erweitertes Schöffengericht), dem Landgericht oder dem Oberlandesgericht statt.

Wird dem Angeklagten ein Verbrechen vorgeworfen oder findet die Hauptwarnung vor dem Schöffengericht, dem Landgericht oder dem Oberlandesgericht statt, liegt ein Fall der notwendigen Verteidigung vor. Bestellt der Angeklagte nicht selbst einen Verteidiger, wird das Gericht ihm einen Verteidiger beiordnen (Pflichtverteidigung).

Jeder Rechtsanwalt ist befugt, an allen deutschen Strafgerichten als Verteidiger aufzutreten.

Die Hauptwarnung findet an einem oder mehreren Tagen statt. Der Staatsanwalt vertritt die Anklage, das Gericht, das mit ein bis 3 Berufsrichtern sowie gedanklich wenn ich der Strafrichter am Amtsgericht allein entscheidet – mit 2 Laienrichtern besetzt ist, entscheidet über den Tatvorwurf und über das Strafmaß.

Es gilt der Grundsatz des Begriffs der Hauptverhandlung: alle der dem Urteil zugrunde liegenden Beweise müssen in der Hauptverhandlung erhoben sein. Ein Rückgriff auf Akten ist grundsätzlich unzulässig. Alle Zeugen werden gehört, alle Urkunden verlesen, alle sonstigen Beweismittel in Augenschein genommen.

Der Angeklagte und sein Verteidiger entscheiden, ob sich der Angeklagte zur Sache einlässt oder schweigt. Der Verteidiger kann ein Opening Statement abgeben. Es können Beweisanträge gestellt und zu jeder Beweiserhebung Stellungnahmen abgegeben werden. Der Beweisaufnahme schließen sich das Plädoyer der Staatsanwaltschaft und der Verteidigung an, bevor das Urteil beraten und gesprochen wird.

Sprechen Sie mit uns

Behalten Sie Ihre Fragen nicht für sich

Bremen

Wachtstraße 24, 28195 Bremen

Köln

Im Klapperhof 3-5, 50670 Köln

Hamburg

Holzdamm 18, 20099 Hamburg