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BGH: Beim Umsatzsteuerkarussell kommt es für das Recht des Buffers zum Vorsteuerabzug auf den Zeitpunkt der Lieferung an. Spätere Bösgläubigkeit schadet nicht.

04.02.2015

„Für die Frage, wann die Voraussetzungen für den Vorsteuerabzug vorliegen müssen, kommt es nicht auf den Zeitpunkt der Abgabe der Steueranmeldung an, in welcher der Vorsteuerabzug vorgenommen wird. Vielmehr ist ein Vorsteuerabzug gemäß § 15 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 UStG dann zulässig, wenn dessen Voraussetzungen zum Zeitpunkt der Ausführung der Lieferungen bzw. sonstigen Leistungen vorgelegen haben. Eine einmal bestehende Berechtigung zum Vorsteuerabzug entfällt auch nicht etwa deshalb nachträglich wieder, weil der Unternehmer später von Umständen Kenntnis erlangt, die einem Vorsteuerabzug entgegengestanden hätten, wenn er sie bereits beim Bezug der Waren gekannt hätte (BGH, Beschluss vom 1. Oktober 2013 - 1 StR 312/13, NStZ 2014, 331, 334).“

Bundesgerichtshof, Beschluss vom 19.11.14 – 1 StR 219/14

www.bundesgerichtshof.de

 

04.02.2015, Dr. Jochen Bachmann

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